Osteopath bei der Arbeit
Bildung,  Gesundheit

Berufscheck – Arbeitsalltag eines Osteopathen

Osteopathen behandeln ihre Patienten mit ihren Händen. Sie ertasten und behandeln Verspannungen im Körper und sie wissen, dass die inneren Organe, Kopf, Rückenmark sowie der gesamte Bewegungsapparat ein System sind. Es ist eine weitere alternative Heilmethode, welche immer mehr Anhänger findet. Ziel ist es, vorhandene Blockaden zu lösen, damit die Selbstheilungskräfte wieder aktiviert werden. Die Hände sind dabei das wichtigste Werkzeug eines Osteopathen. Es ist ein schöner Beruf und die Ausbildung zur Osteopathie erfolgt innerhalb von vier Jahren. Die Ausbildung kann gleich nach dem Abitur begonnen werden oder berufsbegleitend erfolgen.

Die Aufgaben eins Osteopathen

Der Arbeitsalltag sieht nicht so viel anders aus, als der eines „normalen“ Mediziners. Am Anfang steht immer ein Vertrag der zwischen Osteopath und Patient geschlossen wird. Alle Daten werden aufgenommen, personenbezogene Daten verbunden mit der Einwilligung zur Behandlung. Jeder Patient wird ausführlich aufgeklärt wie eine Behandlung ablaufen wird, individuell zugeschnitten auf jeden Einzelnen selbst. Nun kann es losgehen und es werden die Symptome erfragt, wie und wann diese aufgetreten sind. Der Osteopath geht sehr vorsichtig vor, er fragt nach den auftretenden Schmerzen, wie stark sie sind und wann sie genau auftreten. Je genauer und sensibler dieses Gespräch erfolgt und je tiefer es in das Seelenheil geht, desto genauer wird das Problem erkannt und behandelt werden können. Offenheit und Vertrautheit ist hier förderlich.

Die Hände sind dabei das wichtigste Werkzeug eines Osteopathen

Alles, aber auch alles, was im Zusammenhang mit den Schmerzen stehen könnte. Es steht dann auch die Frage im Raum, welche Medikamente genommen werden, wo der Patient wohnt und wie sein Lebensalltag aussieht. Dann geht es auch schon mit der Behandlung los, dem Osteopath entgeht dabei nichts, er sieht seinen Patienten immer wieder als einheitliches Ganzes. Er stellt Sie auf den Kopf und das mittels verschiedener Bewegungen, die Sie ausführen müssen. Mit seinen Händen ertastet er Stück für Stück Ihren Körper und erfühlt einfach, was los ist, die vorhandene Spannung im Körper und die Wärme an verschiedenen Stellen. Schon daraus zieht er seine ersten Schlüsse für die Diagnose.

Die Behandlung selber – wie sieht sie aus

In der Regel kann eine Behandlung in Intervallen von 1 bis 3 Behandlungen pro Woche umfassen, abhängig vom Schmerzgeschehen. Eine Behandlung dauert etwa 1 Stunde. Leichte und lockere Kleidung darf bei der Behandlung anbehalten werden oder eben die Unterwäsche. So können Verspannungen und Blockaden ertastet werden. Ihr Körper kann bis zu 3 Wochen brauchen, um zu reagieren und sich darauf einzustellen. Deshalb sollten Sie nicht ungeduldig werde, in der Ruhe liegt die Kraft. Erst dann sollte eine Nachbehandlung erfolgen, aber erfahrungsgemäß greift schon die erste Behandlung. Die Frage des Alters eines Patienten stellt sich nicht, denn ein Osteopath kann Babys bis hin zu älteren Menschen erfolgreich behandeln. Bei Babys sind es die sogenannten Schreibabys und bei Senioren sind es Hüfte und Knien.

Bildnachweis: LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com

 

Lesen Sie auch:

Medizinische Fortbildungen auf höchstem Niveau